Auf ein Wort

Schalom!

Die Jahreslosung für das Jahr 2019 steht im 34ten Pslam (V.15) und lautet: „Suche Frieden und jage ihm nach!“
Das Wort „Friede“ ins Hebräische übersetzt lautet „Schalom“. Es ist eine Grußformel bei der Begrüßung, aber auch beim Abschied. Abgeleitet ist es  von den drei hebräischen Buchstaben „Sch’l’m“ und verbirgt damit als Bedeutung  „Ganzheit“ oder „Vollständigkeit“.  Friede ist damit jener Zustand, wenn jede Seite sich unbedroht und ganz fühlt. Das heißt, es kann einen Zwischenzustand geben bis dieser „vollendete“ Zustand erreicht ist: Wenn beispielsweise beide Seiten sich auf einen Waffenstill-stand zwar einigen, aber sich feindselig gegenüberstehen. Dieser Zwischenzustand ist also keine „Vollendung“, die beiden Seiten erlaubt, sich zu entspannen.
In einem solchen Zwischen-zustand leben auch wir: Die Zeit des Heils ist seit der Geburt Jesu eingeleitet, aber sie wird erst mit seinem erneuten Erscheinen vollendet: Er ist somit der Friedefürst der Anfangs- und Endzeit. 
Seine Aufgabe war es und wird es sein, die Gottesherrschaft durchzusetzen, damit jegliche Entwürdigung, Verfolgung und Verachtung aufhören kann; damit die Blicke aufeinander liebevoll werden, statt dass Blicke die Umwelt vernichten; damit man sich nicht mehr feindselig gegenübersteht, sondern miteinander in Frieden lebt. Dann also, wenn Jesus Christus wiederkommt, wird Friede im Sinne von „Schalom“, also allesumfassendes Heil, möglich sein – so der christliche Glaube.
Und bis dahin…?
… Bis dahin feiern wir erst einmal Weihnachten, das Geburtsfest unseres Herrn Jesus Christus und somit die Nacht des Friedens. Für dieses Fest wünsche ich Ihnen Schalom, damit an der Weihnachtskrippe Entspannung und Vollkommenheit sichtbar werden.
… Bis dahin werden wir uns hoffentlich begegnen und miteinander den Frieden Gottes suchen und jagen.
Und in diesem Sinne beende ich mein Grußwort als Vakanzvertretung an Sie: Schalom!

Bettina-Maria Minth